sternstadt Eine Aktion von stern und Schwäbisch Hall Thesen & Themen Projekte Sternstadt Sehen & Lernen Wer Was Wo
Thesen & Themen Projekte Sternstadt Sehen & Lernen Wer Was Wo
Thema des Monats
Alle Artikel
Kurz-Umfragen
Projekt des Monats
Alle Projekte
Projekt vorschlagen
Was ist sternstadt
Wettbewerb 2006
Wettbewerb 2004
Wettbewerb 2002
Öffentl. Gebäude
Organische Architektur
alle Bildreihen
Forum für Baukultur
  Suchen nach:
 
 
 
Kontakt
Impressum
   
Der sternstadt-wettbewerb 2004
»baut auf uns«

Für die Gestaltung von Schule und Schulumfeld vergab das Deutsche Kinderhilfswerk drei Preise im Gesamtrwert von 18.000 Euro

Sonderpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes für die Gestaltung von Schule und Schulumfeld

1. Preis (10.000 Euro)
Joseph-von-Eichendorff-Schule, Kassel - Projektgruppe „Toi-toi-toi"

Idee:
Völlige Neugestaltung der Schultoiletten, Umsetzung in Plänen und Modellen, Verhandlungen mit städtischen Ämtern.

Der katastrophale Zustand der Toiletten (keine Erneuerung seit 25 Jahren) wird seit langem von den SchülerInnen beklagt. Sie bildeten die Projektgruppe „Toi-toi-toi" (5. bis 10. Klasse), die sich mit Unterstützung der LehrerInnen vornahm, Pläne für eine totale Renovierung der sanitären Einrichtungen zu erarbeiten.

Dazu wurde ein schulinterner Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 370 SchülerInnen beteiligten. Ihre Vorschläge für die Neugestaltung der Toiletten, die dem Hochbaumamt und der Schulverwaltung präsentiert wurden, sehen so aus:

  • ein Toilettenservice,

  • große Spiegel,

  • glatte Oberflächen,

  • helle Räume

  • eine Tafel für „Klosprüche"

Die Jury überzeugte das hartnäckige Engagement der SchülerInnen, die sich auch an der Realisierung des Projekts beteiligen wollen, sowie die Kreativität der Modelle und der Projektdokumentation.

2. Preis (5.000 Euro)
Jenaplan-Schule, Jena

Idee: Umgestaltung der zwei Schulhöfe nach eigenen Vorstellungen der SchülerInnen.

Nach dem Umzug in ein größeres Schulgebäude bildete sich in der Jenaplan-Schule vor zwei Jahren die Gruppe „Pausentraum", die sich aus Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen zusammensetzt.

Ziel ist die kind- und jugendgemäße Umgestaltung der zwei asphaltierten Schulhöfe. Die Pausentraum-Gruppe rief alle SchülerInnen auf, ihre Wünsche und Ideen zu sammeln und zu skizzieren. Die Klassen 4 bis 6 bauten in Kleingruppen Modelle vom zukünftigen Schulhof. Hortkinder führten Interviews mit den SchülerInnen über deren Wünsche.

Bereits im Herbst 2003 fand eine gemeinsame Pflanzaktion mit SchülerInnen und Eltern statt. Die SchülerInnen der Klassen 7 bis 9 gestalteten ein Stück Schulhof hinter der Turnhalle. Der Ballspielplatz wurde mit Unterstützung der Kommunalen Immobiliengesellschaft Jena geschaffen.

Doch der gemeinsam entwickelte Wunschzettel ist noch immer lang:

  • unterirdische Gänge für den großen Pausenhof, auf dem auch die Kindergarten- und Hortkinder spielen
  • Baumhäuser

  • Schaukeln

  • ein grünes Klassenzimmer

  • ein Backofen

  • eine Bühne

Das Besondere am Projekt der Jenaplan-Schule ist, dass Kindergartenkinder, SchülerInnen aller Altersgruppen, Eltern, Erzieher und Lehrer an der Umgestaltung mitarbeiten, mitträumen und mitgestalten. Seit drei Jahren verwirklicht die Schule diesen Traum Schritt für Schritt in gemeinsamen Aktionen. Darüber hinaus soll so viel Spielraum offen bleiben, dass spätere SchülerInnen-Generationen ebenfalls ihre eigenen Vorstellungen einbringen können.

Ein besonderer Wunsch ist der Bau eines Amphitheaters, in dem unter anderem die wöchentlichen Freitagsfeiern. Chor und Orchesterkonzerte stattfinden können.

Die Jury hat überzeugt, dass SchülerInnen aller Altersgruppen an dem Prozess der Umgestaltung beteilig sind und dass für künftigen SchülerInnen-Generationen die Möglichkeit offen ist, eigene Ideen für den Schulhof umzusetzen.

3. Preis (5.000 Euro)
Gesamtschule Mitte, Bremen

Idee: Schulhofumgestaltung mit dem Schwerpunkt multifunktionaler Bewegungs- und Kommunikationsräume.

Der dringende Sanierungsbedarf des Schulfhofs war ausschlaggebend für die Gründung der Schulhof-ARGE - gleichberechtigt zusammengesetzt aus SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen. Von Oktober 2001 bis April 2004 traf sich die ARGE 26mal, um Ideen zu konkretisieren, die Öffentlichkeit zu informieren und Geld aufzutreiben.

Die Beteiligung der SchülerInnen wurde in allen Phasen der Ideensammlung groß geschrieben. Die Kinder und Jugendlichen übernehmen in dem gemeinsamen Prozess Verantwortung.

Trotz bescheidener Geldmittel wurde ein umfangreiches Gesamtkonzept für den 1. Bauabschnitt gemeinsam entwickelt und über die Schulhof-ARGE und den Schulverein realisiert: Schulgarten, Kleinspielfeld mit Tribüne und Ballfangzaun, ein Bistro und ein Vorplatz mit einer Sitzskulptur.

Das Konfliktpotential in der Nachbarschaft, Angst vor Jugendlichen und möglicher Lärmbelästigung durch die ausgeweitete Nutzung des Schulhofes, konnte durch frühzeitige Gespräche gemildert werden.

Viele Details der gemeinsamen Planung müssen jedoch noch realisiert werden:
  • die Sechseckschaukel


  • Balltore

  • Basketballkörbe

  • Gartentor

  • Wege im Schulgarten

Die Jury überzeugte die hohe Einbindung der SchülerInnen in allen Phasen der Schulhof-Neugestaltung. Darüber hinaus lobt die Jury den konstruktiven Kontakt der Schule mit der Nachbarschaft.



sternstadt Wettbewerb 2004

Worum ging es?


Die Preisträger

    Klasse 1-4

    Klasse 5-9

    Klasse 10-13

Sonderpreis     Kinderhilfswerk